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Dritter schweizerischer Geologentag


Thema

BEBEN UND BEWEGEN

Wachsende Bevölkerungs- und Infrastrukturdichte sowie die induzierte Seismizität durch eine vermehrte Nutzung des Untergrunds erhöhen das Erdbebenrisiko in der Schweiz. Der mögliche Schadenumfang steigt, die Szenarien werden zum Politikum. Neue paleoseismische Untersuchungen zeigen es: Die Eintretenswahrscheinlichkeit von «BEBEN» ist beträchtlich, es kann sogar zu Tsunamis kommen.

Vor zehn Jahren wurde vergeblich versucht, in der Verfassung einen Artikel zum Schutz vor Naturgefahren einzubringen, wobei die Erdbebengefahr im Zentrum der Bemühungen stand. Ausser den Bestrebungen der Assekuranz, die geologisch absehbaren Schäden versichern zu wollen, ist nach dem Scheitern der Verfassungsänderung nicht mehr viel geschehen.

Dem Schweizer Geologenverband CHGEOL ist es ein Anliegen, das Thema «BEBEN» wieder aufzunehmen und Gesellschaft und Politik zum Handeln zu «BEWEGEN». Als Erdkundige haben wir die Aufgabe und Verantwortung vorausschauend Schäden zu vermeiden und zu vermindern. Denn: «Die Natur versteht gar keinen Spass, sie ist immer wahr, immer ernst, immer streng, sie hat immer recht und die Fehler und Irrtümer sind immer die des Menschen.» (J. W. Goethe).

Epizentren der Erdbeben in der Schweiz von 1996 – 2009 mit Magnituden ab 2.0 © SED


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